Umwelt - Freie Wählergemeinschaft Jüchen, FWG Jüchen, Freie Wähler

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Umwelt

Themen
Umwelt,
Stadtentwicklung
und Planung
25.8.20: FWG-Arbeitspapier "Stadtentwicklung im Zeichen des Klimawandels"
Im Zuge der Erarbeitung unseres Wahlprogramms haben wir uns über die Entwicklung Jüchens im Zuge des Klimawandels Gedanken gemacht. Diese haben wir aufgearbeitet und sind in einem Arbeitspapier eingeflossen. Sie können es hier herunterladen: FWG Jüchen Arbeitspapier Stadtentwicklung im Zeichen des Klimawandels
31.8.20: Keine Wahlkampfgeschenke, dafür Spende neuer, klimaresistenter Bäume
Wir wollten diesen Wahlkampf anders gestalten. Deshalb hatten wir die schlecht zu entsorgenden Polypropylen- durch Altpapier-Plakate ersetzt. Auch bei der Plakatgestaltung hatten wir auf andere Dinge Wert gelegt. Zudem haben wir auf Wahlkampfgeschenke, Sonderdrucke oder Flyer verzichtet. Denn diese landen auf lange Sicht doch nur in den Müll. Dadurch haben wir unser Wahlkampf-Budget nicht vollends ausgeschöpft. Das Geld spenden wir im Sinne eines unserer Mottos "Natur erhalten - grün gestalten". So werden wir 1.000 € an die Stiftung Schloss Dyck und 500 € an die Stadt Jüchen für die Anschaffung klimaresistenter Bäume spenden. Allerdings stellen die Spende an die Stadt an eine Bedingung: die Bäume sollen der nicht der Entlastung des Ökokontos dienen! Vielmehr sollen die Bäume ein Zusatzbeitrag sein, der über das, was die Stadt als Ausgleichsmaßnahme normalerweise leisten muss, hinausgeht. Den Ablauf klären wir aktuell mit dem Forstverantwortlichen vom Park von Schloss Dyck sowie dem Umweltbeauftragten der Stadt Jüchen.
30.4.20: Mein Freund, der Baum im Park von Schloss Dyck, am Nikolaus-Kloster ist tot...
Die Böden sind vollkommen ausgetrocknet, da es seit 2018 ganzjährig nicht genügend Niederschlag gegeben hat. Wer einmal ein Loch gegraben hat, der wird schnell feststellen, dass die Schichten ab einem Meter Tiefe knochentrocken, auch, wenn die Fläche regelmäßig bewässert wurde. Der Grundwasserspiegel senkt sich. Der Tagebau trägt seinen Teil dazu bei. In Aldenhoven muss man gut 80 m tief bohren, um genügend Wasser für Brunnen vorzufinden! Am Niederrhein in Goch stößt man nach gut 2 bis 3 Meter auf Grundwasser.

Aufgrund des geringen Niederschlags sterben nicht nur Fichten, sondern immer mehr Buchen. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, können sich Buchen nach einem Dürrejahr immer gut erholen. Bäume trocknen von der Krone ab abwärts. So sind Buchen, zumeist ältere Exemplare, beispielsweise an spärlichem Laub und abgestorbenen Kronenteilen erkennbar. Dabei sind die tiefwurzelnden Buchen nicht mehr in der Lage, Feinwurzeln, welche für die Wasser- und Nährstoffversorgung erforderlich sind, nachzubilden. Das Immunsystem der Bäume leidet. Sie sind anfälliger für Krankheiten und Schädlingsbefall. Pilze, Baumschimmel und Insekten, Borkenkäfer, welche vom Klimawandel begünstigt sind, geben den Bäumen den Rest.

Resultat: Zahlreiche jahrzehntealte Buchen müssen im Park vom Schloss Dyck gefällt werden! Viele weitere Buchen im Schlosspark sind von der Fällung in diesem Jahr bedroht! Wir hoffen nicht, dass das Schloss und sein Park an Attraktivität verlieren. Auf dem Gelände des Nikolaus-Klosters wurden im April 2020 12 Bäume gefällt. Die Hauptursache hier ist der Borkenkäfer.

Lösung: Die permanente Bewässerung dieser Bäumen oder Schutz vor Verdunstung durch altes Laub und Kompost ist keine dauerhafte Lösung. Vielmehr ist die Baum-Vegetation auf klimaresistentere, am besten einheimische Arten umzustellen. So kann die Douglasie die Fichte und Waldkiefer ersetzen. Verschiedene Ahorn-Sorten wie Spitz-, Feld- und Bergahorn, Trauben- und Stieleiche, Sommer- und Winterlinde oder Gemeine Esche wären Alternativen zur Buche.

Der Klimawandel ist schleichend, ist nicht wie Corona beängstigend, doch schlimmer. 2019 starben allein in Berlin laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) knapp 500 Menschen in Folge der Hitze. Auf die Bundesrepublik Deutschland hochgerechnet sind 2019 gut 10.000 Einwohner durch Hitze gestorben. Betroffen sind Kleinkinder und ältere Menschen ab 75 Jahren, insbesondere ab 84 Jahren!
Rätsel bzw. rätselhaft
Wie alt ist wohl die Karrikatur eines Zeichners aus Hochneukirch? 12 Jahre und immer noch aktuell. Solange setzen wir uns immer wieder gegen Tagebau-Staub und -Lärm ein. Passiert ist bis heute nichts. Die Rasensprenger am Grubenranstraße stehen immer noch da und sind noch nicht ausgetauscht. Die Förderbände und Bagger verbreiten immer noch Lärm und sind nicht lärmgedämmt.

Es gibt einen FWG-Artikel in der Bürgerzeitung Mönchengladbach, welcher sich schon 2011 mit dem Thema beschäftgt. Kann es sein, dass RWE weiter verantwortungslos handelt und Umwelt- und Gesundheitsschäden billigend in Kauf nimmt?
18.10.19: FWG empfiehlt den Verzicht auf Schottergärten
Schottergärten werden auch in Jüchen leider immer beliebter. Dabei sind gerade Grünflächen und Vorgärten sehr wichtig für die Artenvielfalt und das Klima. So nutzen Insekten und Vögel diese Bereiche. Zudem liefern sie saubere, frische Luft. Schottergärten dagegen heizen sich auf, speichern die Wärme und geben sie wieder ab. Gerade städtische Bereiche kühlen dadurch langsamer ab. Ob man durch Schottergärten Arbeit spart, das ist zu bezweifeln.

Empfehlungen und Appelle reichen aus FWG-Sicht nicht aus. Während man auf bereits umgesetzte Baugebiete nur über Empfehlungen und Appelle auf die Bevölkerung einwirken kann, kann man die Gestaltung von Gärten in Neubaugebieten gegebenenfalls direkt in die Bebauungsplanung mit einbeziehen.
13.8.19: FWG fordert Maßnahmen gegen Dreck aus dem Tagebau
Am Montag war es mal wieder so weit. Am Nachmittag zog ein heftiges Gewitter auf. Als Vorbote diente ein heftiger und starker Wind. Sekundenschnell war die Luft gelb von Sand und Dreck, der aus der Grube getrieben wurde. Wer nicht schnell genug Türen und Fenster schließen konnte, dürfte anschließend mit Säuberungsarbeiten beschäftigt gewesen sein.Der Sand knirschte auf den Zähnen und juckte in den Augen. RWE entschuldigt sich zwar immer wieder, unternimmt aber nichts. Die Sprühmasten am Tagebaurand sind völlig nutzlos, weil sie bei starkem Wind nicht in die aufsteigenden Stäube hineinregnen können.

Um die Bürger zu schützen hat der Ostdeutsche Tagebaubetreiber Vattenfall schon vor 10 Jahren wirksamere Maßnahmen ergriffen. Dort werden Nebelkanonen eingesetzt, die im Tagebau stehen und den Boden befeuchten. Durch eine Dauerberieselung soll gewährleistet werden, dass der Staub vom Abraum und der Kohle gebunden wird und eben nicht die Grube verlässt. RWE spricht immer wieder von einer guten Nachbarschaft. Wenn das ernsthaft gemeint ist, stellt sich die Frage, warum man die Jüchener Bürger/innen im Dreck ersticken lässt.

Leider haben sich die Trockenperioden und Unwetter durch den Klimawandel gehäuft, so dass diese massiven Belästigungen sich wohl regelmäßig wiederholen werden, bis der Tagebau eingestellt wird. RWE ist gefordert, jetzt endlich aktiv zu werden, so wie Vattenfall das schon seit 2008 vormacht.

Das Foto zeigt eine "Schüppe" Tagebau-Sand von einer Terrasse in Gierath von Anfang März 2020.
11.7.19: FWG begrüßt Glyphosat-Verzicht der Stadt
Wenn es nach der FWG geht, so soll die Stadt keine bzw. kaum chemischen Pflanzenschutzmittel mehr einsetzen. In Bezug auf Glyhosat hat der Bürgermeister begrüßenswerterweise eine eindeutige Meinung, als er auf der letzten Ratssitzung sagte, dass es widersinnig sei, "wenn wir auf der einen Seite Blühstreifen anlegen und auf der anderen Seite Glyphosat verwenden würden." Aus FWG-Sicht sollten Jüchens Landwirte, aber auch Gartenbesitzer, falls noch nicht erfolgt, den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel ebenso reduzieren bzw. einstellen.
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