Wirtschaft - Freie Wählergemeinschaft Jüchen, FWG Jüchen, Freie Wähler

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Wirtschaft

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Handel, Gewerbe
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Industrie
1.7.20: Regional, vor Ort einkaufen
Etliche Menschen kaufen bei den großen Supermarktketten ein. Das ist bequem, aber nicht unbedingt sinnvoll. Besser ist es, auch kleinere Läden aus den Orten zu unterstützen. Deswegen machen uns für den Einkauf in der Region in den kleineren Läden vor Ort stark. Denn diese schaffen Arbeitsplätze vor Ort, zahlen Steuern vor Ort und verlagern nicht wie u.a. 3M, McDonalds, Amazon, Starbucks oder auch Ikea ihr horrenden Gewinne ins Ausland:
 
  • Gutes Fleisch bei den örtlichen Metzgern kaufen.
    Denn diese haben feste Lieferkette mit zumeist örtlichen Landwirten. Das Fleisch ist überwiegend besser als das "aufgehübschte" Fleisch von Discounter mit Tönnies & Co als Lieferant und ohne bitteren Beigeschmack.
  • Frisches Brot bei echten, örtlichen Bäckereien einkaufen, die noch ein Handwerk betreiben
    Bei den billigen Brötchen aus dem Discounter oder den Backshops handelt es sich meist um tiefgefrorene und aufgebackene Ware. Es handelt sich um Fließbandware, statt eines ursprünglichen Lebensmittels. Diese Industrie-Ware hat oftmals nur billige Zutaten, künstlichen Enzyme und Zusatzstoffe.
  • Obst, Gemüse, Fleisch, manchmal auch Milch in örtlichen Hofläden kaufen.
    Auch in Jüchen haben wir etliche Hofläden, die Obst und Gemüse anbauen und in den Orten verkaufen.
  • Eine gute Idee ist es, bei Buchhandlungen aus der Umgebung, teilweise auch online möglich, aber meistens portofrei!
20.5.20: Interkommunales Gewerbegebiet "Elsbachtal"
2013 hatten Jüchen und Grevenbroich eine Vereinbarung für ein gemeinsames Gewerbegebiet getroffen. Da stand noch das von uns stark hinterfragte Containerterminal-Projekt (KV-Terminal) bei 3M in direkten Zusammenhang zum interkommunalen Gewerbegebiet von Jüchen und Grevenbroich. Ohne Container-Terminal kein Gewerbegebiet hieß es noch 2013. Gut 5 Jahre später ist davon keine Rede mehr und das Terminal vom Tisch.

Am Ende August 2018 informiert die Duisburger Hafen AG darüber, dass man über die Tochtergesellschaft Duisport, ein Komplettanbieter in der Logistikbereich, zusammen mit dem RWE Power AG entlang der A540 ein etwa 42 ha großes interkommunalen Gewerbe- und Industriegebietes auf Jüchener und Grevenbroicher Stadtgebietes in Höhe des Ortsteils Gustorf plane. Bei dem Gebiet handelt es sich um eine Rekultivierungsfläches des ehemaligen Tagebaus Garzweiler I. Die Fläche für den Industriepark wurde in einer Studie der IHK Mittlerer Niederrhein als aufgrund der herausragende Verkehrslage als eine Premiumflächen herausgestellt. Sie ist viel größer als zehn Hektar, verfügt über einen Anschluss an  mindestens zwei Verkehrsträgern, ist an die Binnenhäfen im Rheinland  angebunden und nicht von konkurrierenden Nutzungen betroffen. Die Fläche soll den mögliche Bedarf an großen Flächen für Großvorhaben und emittierende Betriebe befriedigen helfen.

Die Erschließung des Gebietes wurde dadurch die Herabstufung der Autobahn A 540 zur Bundesstraße Januar 2019 gesichert, da an Autobahnen keine Gewerbegebiete direkt angebunden werden können. Ende August 2019 hat das Bundeskartellamt dem Grundstückseigentümer RWE Power und dem Projektpartner Duisport AG die Genehmigung zur Gründung einer Entwicklungsgesellschaft auf dem Gewerbegebiet erteilt.

Mitte Mai 2020 wurde bekannt, dass einer der Projektpartner, nämlich Duisport, sich von dem Projekt verabschiedet hat. Damit sollte die einseitige Ausrichtung auf Logistik-Unternehmen, welche viel Platz brauchen, aber nur relativ wenige Arbeitsplätze schaffen vom Tisch sein.







2.1.20: 3M und wie man in Deutschland Steuern vermeidet
Amerikanische Konzerne stehen in der Kritik, weil sie in Europa Steuern vermeiden. Das funktioniert ganz einfach: Sie gliedern Tochterfirmen aus, nutzen Steuerschlupflöcher und verlagern Gewinne und Verluste so gezielt, dass sie miteinandern verrechnet werden und am Ende weniger versteuert wird. Das gilt für Unternehmen wie u.a. wie Google, Amazon oder Starbucks. Doch auch europäische Konzerne, allen voran Ikea, und alle deutschen DAX-Konzerne prellen mit ähnlichen Tricks deutsche Steuerzahler jährlich um Milliarden! Diese Gelder fehlen dann auch in kommunalen Haushalten. Gleichzeitig schreien deutsche DAX-Konzerne nach Staatshilfen, sollten sie in der finanziellen Klemme stellen.

Auch in Jüchen niedergelassene amerikanische Unternehmen wie 3M oder McDonalds setzen auf Steuervermeidung. Sie nutzen zwar die deutsche Infrastruktur, zahlen aber in Deutschland, in Jüchen kaum Steuern, sondern z.B. im Fall von 3M durch eine Umstrukturierung und eine Gewinnverlagerung seit gut zwei Jahren diese Steuern in der Schweiz, zu einem erheblich reduzierten Steuersatz. Ein Wettbewerbsnachteil, für alle klein- und mittelständischen deutschen Unternehmen, die ihre Gewinne nicht ins Ausland verlagern können. Vielleicht sollte man beim Kauf des nächsten Big Macs oder eines Reflektorbands einmal darüber nachdenken, wo man diese Dinge holt. Pommes aus der örtlichen Pommes-Bude schmecken zumindest genauso gut, wie bei dem amerikanischen Konzern. Der Kaffee vom örtlichen Bäcker schmeckt ebenso gut, wie der von dem US-Konzern. Warum kann man nicht den Mund- und Nasenschutz von z.B. Trigema aus Deutschland dem vom 3M vorziehen?


9.5.17: Keine Gewerbeflächen in Jüchen
Aktuell hat die Stadt Jüchen erhebliche Probleme bei der Neuansiedlung von Gewerbe, weil es im Grunde genommen keine Grundstücks-Kapazitäten im Stadtgebiet mehr gibt. Das ist aus FWG-Sicht mehr als dramatisch. Eine Hauptursache ist der Tagebau, der immer noch gut ein Drittel der Stadt-Fläche okkupiert hat. Damit ist die Stadt in ihrer Entwicklung erheblich gehemmt. Das Resultat sind bei Verluste Einwohnern und Gewerbe, welche letztlich zu Ausfällen bei Einkommens- und Gewerbesteuer führen. Dabei ist zu betonen, dass diese Einnahmenausfälle nicht vom Verursacher, nämlich dem Bergbautreibenden, ausgeglichen wurden.

Die Wirtschaftsförderin Schmitz hatte in jüngster Zeit 19 Interessenten absagen müssen, davon sieben aus Jüchen. Im Gegensatz zur Verwaltung, die keine Flächen im Regiopark sieht, meinen wir mit Stand Februar 2017 dort noch zwei freie Flächen Flächen zu verfügen, eine 40.000 und eine mit 7.000 Quadratmeter große Fläche. Wenn dort also noch Flächen frei sind und in den letzten zwei Jahren bis Februar 2017 zumindest noch frei waren, so stellt sich unsererseits die Frage, was die Wirtschaftsförderin Schmitz mit den 19 Absagen gemacht hat? Denn jede Ansiedlung im Regiopark kommt auch Jüchen finanziell zu Gute und schafft bzw. erhält Arbeitsplätze. Die Absagen von Frau Schmitz gibt es nicht erst seit Februar, sondern seit 2 Jahren, wie sie selber erklärt. Im Regiopark sollte auf Jüchener Flächen ehemals Kleingewerbe angesiedelt werden.

1992 hat die Gemeinde in Hochneukirch an der Peter-Busch-Straße für 500.000 DM ca. 14.000 qm Land gekauft. Mit weiteren Flächen in Privatbesitz wurde dort ein Gewerbegebiet gegründet. 2008 hat man daraus wieder Ackerland gemacht und damit 500.000 € damaligen Wertes quasi in den Sand gesetzt. Man hat den Bereich als Tauschfläsche für die Ansiedlung von "Polo" an der B59 benutzt. Das war eine Forderung der Bezirksregierung (BZR). Dieses geschah gegen heftigen Widerstand der FWG und dem Ratsmitglied Karl-Heinz Ehms (CDU). Seit Jahren fehlt diese Fläche nun für Kleingewerbe. Die FWG hatte damals darauf bestanden, den Tausch auch gegen den Widerstand der Bezirksregierung nicht vorzunehmen. Die BZR hätte nach FWG-Auffassung sich nie und nimmer getraut, ein Unternehmen wie "Polo" abzulehnen, sondern mit Sicherheit eine Einzelfallgenehmigung erteilt. Der damalige Noch-Gemeinde-Rat mit der damaligen Bürgermeisterin Margarete Kranz an der Spitze war aber nicht bereit, der BZR selbstbewusst die Stirn zu bieten. Unter dem heutigen Bürgermeister wäre das vermutlich anders abgelaufen.
22.4.14: Container-Terminal und Interkommunales Gewerbegebiet
 
Für  alle völlig überraschend stellte der Bürgermeister Ende September 2013  während einer Veranstaltung mit der IHK Nordrhein das Projekt  Container-Terminal sowie einen möglichen Investor und weitere  Projektpartner vor, die ebenfalls anwesend waren. Auf die gezielte  Nachfrage der Moderatorin hinsichtlich negativer Bürgerreaktionen  äußerte Herr Zillikens noch, dass er damit nicht rechne, dieses Projekt  könne man nur gut finden. Aus FWG-Sicht ist ein solches Projekt nur unter umfassender Information und  Beteiligung der Bürger machbar.

Der  Bürgermeister hat dann Anfang Oktober 2013 auf der Immobilien- und  Investitions-Messe Expo-Real mit einer Image-Broschüre geworben. Davon  hat die FWG erfahren und den Bürgermeister aufgefordert, die Broschüre  auch den Ratsmitgliedern zugänglich zu machen. Sie wurde schließlich im  Dezember mit den Unterlagen zur Ratssitzung zur Verfügung gestellt. Die  Ratsmitglieder wurden in der Dezember-Sitzung überhaupt das erste Mal vom  Bürgermeister über das Projekt informiert.

Im Dezember 2013 wurde vom  Rat lediglich ein Aufstellungsbeschluss zur Änderung des  Flächennutzungsplanes gefasst. Konkretere Planungen gibt es derzeit  zumindest faktisch noch nicht.

Unsere Position:
  1. Aus grundsätzlicher Sicht ist hinsichtlich der Aspekte  Gewerbesteuereinnahmen, Wirtschaftsbelebung, Standortstärkung und  Arbeitsplätzen die Planung von Container-Terminal und Interkommunalem  Gewerbegebiet zu begrüßen.
  2. Der Tagebau hat ein Drittel der Gemeindefläche genommen, was die  Ursache dafür ist, dass nun Gewerbe und Wohnbebauung in Jüchen so dicht  beieinander liegen. Eine weitere Konzentration ist dort nicht  vertretbar. Folgerichtig wäre also, neues Gewerbe südlich der A 46  anzusiedeln. Insoweit unterstützen wir die Einrichtung des  Interkommunalen Gewerbegebiets mit der Stadt Grevenbroich.
  3. Unserer Auffassung nach sollte auch ein etwaiges Container-Terminal  aus Jüchener Sicht hinter die Autobahn. Dies bedeutet zwar mehr  Investitionen zur Realisierung, nimmt aber für die Jüchener Bürger die  zu erwartenden Emissionen weg.
  4. Sollte ein Container-Terminal südlich der A 46 nicht realisierbar  sein, ist für die FWG ein Standort entlang der jetzigen Bahnlinie nur  zustimmungsfähig, wenn mit diesem Standort keine zusätzlichen Emissionen  für die Bürger einhergehen oder sie zumindest durch Schutzmaßnahmen  nahezu vollständig kompensiert werden können. Das diese Voraussetzungen  erfüllt sind, wäre klar zu belegen, ansonsten kann die FWG nicht  zustimmen.
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